CROSSMEDIA
11
Nove.2014

„From Weeds to Woods“ - Eine Crowdfunding-Kampagne von Tom Klose

nextMedia.Hamburg: Herzlichen Glückwunsch zum Crowdfunding-Erfolg! Erzähl uns kurz in 3 Sätzen, wie Du die Crowdfunding-Phase erlebt hast und welche Rolle Dein Netzwerk und Deine Fans dabei spielten. 

Tom Klose: Danke! Direkt zu Beginn der Crowdfunding-Phase war ich so geflachst und so gerührt, dass ich mich erstmal hinsetzen und einen neuen Song schreiben musste, was eigentlich schon alles sagt. Wir haben seit Anfang 2013 ein stetig wachsendes sogenanntes „Streetteam“, also eine Gruppe von Fans, die uns tatkräftig durch das Teilen von Beiträgen, Konzertbesuchen, Flyeraktionen usw. unterstützen und die haben direkt zu Beginn so viel Dampf gemacht! Denen verdanken wir eine ganze Menge und für die ist in erster Linie dieser Song.

nextMedia.Hamburg: Crowdfunding ist gerade in aller Munde und "in". Warum hast Du dich zur Finanzierung des Albums für diese Methode und gegen eine Finanzierung durch die Bank entschieden?

Tom Klose: Zum einen ist ja für so junge Newcomer Musiker wie ich einer bin gar nicht klar, ob die Bank überhaupt einen so hohen Kredit gewähren würde. Zum anderen hat diese Crowdfunding-Methode auch noch einen viel befriedigenderen Beigeschmack. Dadurch, dass die Crowd einem quasi ermöglicht, das Geld durch die angebotenen „Dankeschöns“ viel mehr zu verdienen, als dass man Jemanden für einen bestimmten Zeitraum um Geld fragt, das man plus Zinsen zurück zahlen darf. Dass unser Crowdfunding so erfolgreich sein würde, konnte keiner mit Sicherheit wissen, aber dass es so war, zeigt uns, dass es absolut die richtige Entscheidung war.

nextMedia.Hamburg: Wir haben einmal in Deine "Dankeschöns" geluschert und ganz besonders ist uns dabei die "Alte Zirkusjacke" aufgefallen. Was hat es damit auf sich?

Tom Klose: Als es um Ideen für „Dankeschöns“ ging, hab ich mich in meiner Wohnung umgesehen und mal geguckt, welche Gegenstände für mich und meine bisherige Karriere bzw. den Anfang dieser Karriere von Bedeutung sind und von welchen ich mich trennen würde, um mein erstes Album veröffentlichen zu können. Im Endeffekt kam ich zu dem Schluss, dass ich bereit wäre, mich dafür von so gut wie allem zu trennen, also die Zirkusjacke, mein alter Hut und zwei meiner Gitarren sind nur einige davon. Außerdem klingt es lustig.

nextMedia.Hamburg: Als Hamburger Singer/Songwriter hast Du natürlich auch schon in vielen Clubs der Stadt, auf dem Dockville und Reeperbahnfestival gespielt. Welcher Club oder Ort ist Dein persönliches Highlight und wo sollte man mal ein Konzert erlebt haben?

Tom Klose: Das Knust ist mein Lieblingsladen in Hamburg. Das hängt ganz einfach damit zusammen, dass ich die Veranstalter sehr für ihre Auswahl an Bands und Musikern schätze, die ich besonders mag (z.B. Wallis Bird, James Vincent McMorrow, Matt Corby, …) und ich hatte von Anfang an das Gefühl, wir beide passen gut zusammen. Ich hatte auch meinen allerersten Auftritt in Hamburg vor dem Knust, vielleicht besteht da auch ein Zusammenhang. Was für mich auf jeden Fall noch ansteht, ist ein Konzert im Docks. Das hat für mich irgendwie von Anfang an eine Faszination ausgeübt. Aber vielleicht ist es wie mit dem Mädchen, das man nicht haben kann: Vielleicht ist es gerade deswegen besser, wenn ich immer davon träumen werde, da mal ein eigenes ausverkauftes Konzert zu spielen und meinen Namen da drüber zu lesen.

nextMedia.Hamburg: Zu guter Letzt: Warum Hamburg und nicht Berlin oder eine andere Großstadt?

Tom Klose: Wegen dem Schnack. Allein in diesem Satz sind so viele grammatikalische Fehler enthalten, aber ich mag an dem Hamburger, dass es ihm einfach völlig Latz ist. Ich komme aus Flensburg und fühle mich als Nordlicht sehr wohl hier. Ich war nie Großstadtmensch, aber Hamburg wirkt oft gar nicht wie eine Großstadt, nicht wie Berlin. Also nichts gegen Berlin, Köln und München, aber von einer Tour oder einem Auftritt außerhalb nach Hamburg wieder zu kommen, fühlt sich einfach nach Zuhause an und so soll es ja sein.

nextMedia.Hamburg: Vielen Dank für Deine Zeit und wir freuen uns auf´s Album!

Tom Klose: Gerne und ich mich erst!

 

Mehr zu Tom Klose unter www.tomklose.de

 

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