CROSSMEDIA
26
Augu.2014

Accelerator auf Startup-Pirsch

Zu klein, zu irrelevant, zu wenig kreativ – spricht da die deutsche Seele, wenn sie ihre Startups und das sie umgebende Netzwerk betrachtet? Mag sein, aber immer mehr Gründern und Machern wird das zunehmend egaler, denn anstatt fehlende Exitrunden oder mangelnde Profitabilität zu beweinen, wird in die Hände gespuckt und den jungen Unternehmen mit interessanten Programmen unter die Arme gegriffen. nextMedia.Hamburg stellt die aktuellen Acceleratoren-Programme (und wichtige Deadlines) vor.

Keimzelle Hamburg
„Räume für GründerInnen sind wichtig, erst recht, wenn sie mit einem gutem Mentoring und Austausch zu anderen Unternehmen verbunden werden“, so Hamburgs Regierendeer Bürgermeister Olaf Scholz auf einer Veranstaltung bei Innogames im Mai. Diesen Leitspruch hat sich die Software Allianz Hamburg (SAH), unter Führung der IT-Dienstleister Project Partner, Silpion und Akra, auf die Fahnen geschrieben und startet ab 2015 auf 600qm an den Elbrücken seine Keimzelle. Bis zu zehn Startups werden hier zwölf Monate lang zu Schwerpunkten wie Softwareentwicklung und -skalierung,  Framework-Architektur durch Entwickler und UX-Experten unterstützt. Für die Leistungen will die SAH sich mit fünf bis sieben Prozent an den jungen Unternehmen beteiligen. Der offizielle Startschuss erfolgt Mitte September beim SolutionsCamp.

Music Works Accelerator
Bereits seit 2011 etabliert, hat sich Music Works im vierten Jahr seines Bestehens nun deutlich gewandelt und für Startups geöffnet. Gab es vorher in einem Wettbewerb Preisgelder von bis zu 50.000 Euro für Geschäftsmodelle, wartet der MWA nun mit einem deutlich aufgebohrten Angebot auf: Drei Teams erhalten drei Monate kostenlose Arbeitsplätze im betahaus Hamburgs, 5.000€ für die weitere Entwicklung ihrer Idee sowie 3.000€ als Zuschuss zum Lebensunterhalt. Neben monetären Aspekten steht die Vernetzung hoch im Kurs: So gibt es wöchentliche Workshops mit YouTube, Warner Music und Finetunes sowie die Möglichkeit, beim Reeperbahnfestival mit Branchenvertretern und Investoren ins Gespräch zu kommen. Abschluss des Programms bilden die Music Works Day am 4. Dezember. Hier können die Gründer im bundesweiten Pitch nochmal bis zu 5.000€ gewinnen. Die Bewerbungsphase läuft noch bis zum 31. August.

German Accelerator
Wer sich auf die Fußstapfen vom Startup des Jahres, Protonet aus Hamburg, begeben möchte, sollte sich das Programm des German Accelerators genauer ansehen. Mit Unterstützung des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie können Startups aus dem Tech-Bereich für drei Monate in die USA gehen und erhalten Unterstützung von Mentoren im Silicon Valley und New York. In einem Bootcamp wird der starke Wettbewerbsansatz des US-Marktes vermittelt sowie erste Ansätze zur Entwicklung einer Markteintrittsstrategie entwickeln. Die aktuelle Bewerbungsrunde endet am 27. August.


Neuen Kommentar schreiben