CROSSMEDIA
07
Okto.2014

Smart Cities: Für die Zukunft aus der Vergangenheit lernen

Städte sind seit Jahrhunderten Anziehungspunkte für Handel, Glückssuchende und Durchreisende. Das war schon im Mittelalter so und wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Noch mehr als damals bestimmen Städte und Bewohner aber über die Zukunft unseres Planeten.

Der Hamburger Pfad 
Wenig überraschend ist, dass bei den Visualisierungen zur Hamburger Smart City der Hafen eine große Rolle spielt. Wohl jeder Senator und jede Ratsfrau weiß um die Wichtigkeit des zweitgrößten europäischen Hafens. Deshalb wurden schon jetzt im Vorfeld der 29. Welthafenkonferenz im kommenden Jahr einige smarte Projekte angestoßen: Auf wichtigen Zubringerbrücken zum Hafen – Kattwyk und Rethe – wird mit Hilfe von Kameras und Sensoren ein neues Verkehrsleitsystem installiert, welches schon frühzeitig in Echtzeit auf Engpässe oder mögliche Reparaturen geben soll. Darüber hinaus plant das Smart Infrastructure for Ports (SI4P) Projekt – bestehend aus Cisco, T-Systems, Phillips und World Sensing – das Parken und die Straßenbeleuchtung auf smart umzustellen. Somit bleibt gewährleistet, dass der Hafen seine Ressourcen weiterhin optimal nutzt und obendrein noch Kosten gespart werden können – denn obwohl Städte weiter wachsen, ist die Ausweitung in neue Flächen schon längst keine Option mehr.

Blick nach Europa und Übersee
In den Niederlanden helfen smarte Projekte ebenfalls, die Wirtschaft anzukurbeln. Durch eine Kombination von smartem Raummanagement und neuen Energievorschriften konnten Firmem im Großraum Amsterdam insgesamt knapp 10 Mio. € einsparen. Glasgow hingegen setzt auf eine Zukunftstechnologie für die Bürger: Zwar sind Elektromobile oder Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieb insgesamt noch eher wenig verbreitet, dennoch bietet die schottische Metropole freie Parkplätze sowie freie Akkuladungen an. San Francisco konnte mit Hilfe einer smarten Software einen Großteil seines Budgets für die Wartung von über 1000 Abwasserkanälen von Reparatur auf Wartung umstellen.

Die smarte Zukunft
Das sind nur wenige Beispiele für eine neue Bewegung, die auch schon längst beim Konsumenten angekommen ist. Schon jetzt managen clevere Mieter Heizung und Licht per App in ihrer Wohnung, insgesamt soll der Markt für Smart Homes im Jahr 2020 schon bei 10 Milliarden Dollar liegen. Das Dreifache hingegen werden Smart Cities schon bis 2016 in Sensoren für Infrastruktur, Energie, Verkehr, Gesundheit und (Behörden-) Dienstleistungen investieren.


Neuen Kommentar schreiben