The Spectator - Leute, wählen gehen!

In Hamburg wird die Bürgerschaft am 15. Februar neu gewählt – bei der letzten Wahl 2011 war die Beteiligung leider sehr gering. Nur 57, 3 Prozent aller wahlberechtigten Hamburger (es sind rund 1,3 Millionen diesmal) gaben damals ihre Stimme ab. 

Damit die Wahlbeteiligung nun hoffentlich wieder mindestens über 60 Prozent steigen möge, gibt es die überparteiliche Kampagne du-bist-entscheidend.de/ - sie richtet sich vor allem an junge Wähler, denn  zum ersten Mal können bei der Bürgerschaftswahl in 2 Wochen auch schon 16-Jährige ihre Stimme abgeben. Wer am Wahlsonntag nicht ins Wahllokal gehen möchte, kann an der Briefwahl teilnehmen (du-bist-entscheidend.de/brief-wahl).

Kurz noch einige Fakten: mindestens 121 Abgeordnete werden am 15. Februar in 17 Wahlkreisen unserer Stadt gewählt. Aus jedem der Wahlkreise kommen, je nach Zahl der Wahlberechtigten, drei, vier oder fünf Abgeordnete. Sie werden für fünf Jahre in die Hamburgische Bürgerschaft entsandt. Ein jeder Wähler hat zehn Stimmen: fünf für die jeweilige Wahlkreisliste, fünf für die Landesliste (sozusagen die Zweitstimmen). Insgesamt stellen sich 18 Parteien zur Wahl. 

Verantwortlich für die Kampagne zeichnet AM | COMMUNICATIONS, die im Online-Bereich mit der Agentur elbdudler strategie kooperiert. Über digitale Kooperationen und Sondermaßnahmen sorgt elbdudler strategie dafür, dass sich die entscheidende Botschaft auch im Netz verbreitet. Eva Mörchen dazu zum Spectator: „Wir haben eine umfassende Social Media-Strategie entwickelt, denn junge Menschen erreicht man heutzutage eben am besten etwa via Facebook, Instagram, Twitter oder Tumblr.“

Außerdem kooperiert die Bürgerschaft mit Hamburger Unternehmen wie der Hamburger Sparkasse, Jim Block oder Budnikowsky zusammen, um möglichst viele Menschen mit der Kampagne zu erreichen. 

Im Mittelpunkt der Kampagne stehen Wortpaare wie: Warum ich?/Wer sonst?, Lass ma/Mach ma, Stop/Go oder Watt Mutt?/Dat Mutt. Auf Plakaten, städtischen Papierkörben oder Postkarten sollen sie Hamburger quasi im Vorbeigehen vor Augen führen, dass sie am 15. Februar besser zur Wahl gehen sollten. Mit dem Kampagnenslogan „Du bist entscheidend“ werden sie dazu ermuntert, bei dieser wichtigen Entscheidung für ihre Stadt dabei zu sein. 

Informationen rund um die Wahl sind auf der Website du-bist-entscheidend.de zu finden. Dazu gehört die Erklärung, wie man seine Stimmen auf den beiden Stimmzetteln verteilen kann genauso wie der Wahl-O-Mat. Unter dem Motto „Die Qual der Wahl – ganz leicht gemacht“ können Unentschlossene ganz leicht feststellen, welche Partei(en) am ehesten mit ihren eigenen Meinungen zu politischen Themen in der Hansestadt übereinstimmen. 

In Hamburger Schulen können Jungwähler Wahlkampf live vor Ort erleben – bei der Schultour „It’s your Choice“ stellen sich Jungpolitiker verschiedener Parteien den kritischen Fragen des jungen Publikums. 

Zudem hat elbdudler strategie noch eine Kooperation auf Thunderclap angestoßen. Das ist eine Crowdspeaking Platform, die Menschen online versammelt, um eine bestimmte Message massenhaft zu verbreiten. Via Thunderclap spendet man Tweets und Social Media Posts um eine gute Sache zu unterstützen. 

Und so funktioniert Thunderclap (zu Deutsch: Donnerschlag): Innerhalb von sieben Tagen müssen User mindestens 100 Supporter rekrutieren, die sich dann registrieren und einverstanden erklären, eine Message auf Twitter, Facebook  oder Tumblr zu sharen. Zu einer bestimmten Zeit wird sodann das jeweilige Projekt mit den Followern der teilnehmenden Menschen geteilt. Wir haben es hier also mit einem ziemlichen Multiplikator zu tun, den man unter http://thndr.it/1CgNVtG live erleben kann. 

Hoffen wir mal sehr, dass dies und die Kampagne du-bist-entscheiden.de dazu führen kann, die Wahlbeteiligung am 15. Februar wieder ordentlich nach oben zu bringen. Zacko, Leute, wählen gehen!

von Andreas Wrede, Editor InnoLab/Medienmanagement, Hamburg Media School 

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