NEW STORYTELLING
28
Okto.2014

Marketingorganisation der Zukunft

Für manche ist es noch Neuland, aber Agenturen und Unternehmen spüren den digitalen Wandel bereits. Dass dies jedoch nicht gleichbedeutend mit einem grundlegenden Verständnis der Veränderungen zu sehen ist, zeigen die Trendforscher Jörg Jelden und Dirk Bathen. Nachdem im vergangenen Jahr ergründet wurde, welchen Herausforderungen Kreativagenturen  und –netzwerke gegenüberstehen, wurden 2014 Unternehmen befragt. nextMedia.Hamburg stellt die wichtigsten Ergebnisse vor. 

 

Digitaler Wandel 

Neben Treibern wie „neue Arbeitswelten“, „Postwachstum“ und „Netzwerkgesellschaften“ bewerteten die StudienteilnehmerInnen die Digitalisierung als wichtigste Veränderung in ihrer täglichen Marketingarbeit. 79% beschrieben eine Explosion der Kanäle, die zu einer Vielzahl neuer Kommunikations- und Vertriebswege führe, bei gleichzeitigem Relevanzverlust der tradierten Medien. Ebenso viele TeilnehmerInnen beschrieben ihre Schwierigkeiten, Netzwerke zu nutzen, digitale Werkzeuge zu kennen, Informationen zu filtern und – wie beispielsweise in der Softwarenentwicklung – Zeit und Raum zu haben, um Neues ausuprobieren und aus Fehlern zu lernen. 77% glauben, dass „Big Data“ eine immer wichtigere Rolle spielen wird, da sich dadurch einerseits bessere Insights, aber auch Differenzierungen durch persönliche und individuelle Services ergeben. 

 

Interner Druck

Aber auch unternehmensintern wächst der Druck auf das klassische Marketing. Ob nun Personal-, Event- oder Vertriebsabteilung: alle machen irgendwie Marketing. Auf die Herausforderungen haben die KollegInnen meist aber ebenso wenig antworten wie der Marketingleiter, dem nur 14% zutrauen, eine Neuausrichtung voranzutreiben. Interessanterweise glauben hingegen 24%, dass diese Impulse von neuen Mitarbeitern kommen müssten. „Diese Diskrepanz sehen wir auch in anderen Studienaussagen“, sagt Jörg Jelden. „So glauben 60%, dass die Marketingabteilung unternehmensintern noch an Relevanz gewinnen wird, doch nur 23% sind auch davon überzeugt, dass ihre eigene Abteilung überhaupt gut für die Zukunft aufgestellt ist“, ergänzt der Trendforscher. 

 

Die Studie ist hier kostenlos als PDF beziehbar. In den kommenden Wochen lesen Sie hier im Blog weitere Interviews mit StudienteilnehmerInnen von T-Systems, E-Plus, yello und der KfW. 

 

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